Baunach

Die Baunach, ist ein kleiner Niederungsfluß mit Bachcharakter, der sich durch die Haßberge schlängelt.
Sie wurde allerdings im Rahmen der Flurbereinigung bereits vor Jahrzehnten in ein tlw. begradigtes Bett gezwängt. Diese alten Sünden versucht das Land Bayern jetzt durch Renaturierungsmaßnahmen wieder auszugleichen. Die Baunach in den vom AV Ebern bewirtschafteten Abschnitten (ca. 25 Kilometer) verfügt über die Gewässergüte I-II bzw. II, es handelt sich also um ein ertragreiches Wasser.
Die Landschaft mit dem kleinen Fluß bietet vielen, auch seltenen, Tier- und Pflanzenarten ein Zuhause.
Hier sind seltene Fledermaus- und Vogelarten anzutreffen und sogar Orchideen haben ihr Refugium gefunden.

rausche
kraut

Langsame Fließstrecken wechseln sich in der Baunach mit schnellen Rauschen ab und im Sommer gewinnt in den schnellen Flachwasserbereichen oft das Kraut die Oberhand. Spätestens dann ist die Zeit zum Fischen mit der Fliege gekommen. Die Baunach hat eine mittlere Breite von 5-7 Metern und ist an vielen Stellen nicht einmal einen Meter, an den tiefsten Stellen ca. 2,50 Meter tief.
Sie ist stellenweise, bedingt durch steile Ufer und eine tlw. üppige Vegetation, nicht leicht zu befischen, aber wer sich die Mühe macht, kann mit schönen Fängen rechnen.

Zwei- bis dreimal im Jahr gibt es ein kräftiges Hochwasser und danach wird es immer spannend. Wo sind alte Hindernisse weggerissen worden, wo sind neue entstanden ? Ist vielleicht der eine oder andere grosse Fisch von oberhalb „heruntergespült“ worden ? Das neue „Ausloten“ des Gewässers kostet dann oft Material, aber der kleine Fluß ist dadurch auch immer für eine Überraschung gut.
Als Hauptfischarten kommen der Aal, die Bachforelle, die Barbe, der Flußbarsch, der Hecht und diverse Weißfischarten vor, vereinzelt werden auch Regenbogenforelle, Bachsaibling, und Zander gefangen. Leider wurden auch einzelne Fänge untermassiger Waller im unteren Bereich unseres Baunachabschnitts bekannt, die offensichtlich vom Main aufgestiegen sind.

Ausserdem beherbergt die Baunach Fischarten, die in anderen Gewässern selten geworden oder sogar ausgestorben sind: Bachschmerle (ganzjährig geschont), Mühlkoppe, Nase und Schneider (ganzjährig geschont – aufpassen beim Köderfischfang ! ).